Projekt 2026-43152

BRAWA 43152 - E 95

Stichworte: Schlechtes Fahrverhalten, lose Teile, Reparatur der Motorkopplung, defekter Analog-Stecker, Wartung

Erwerb

Diese an sich wunderschöne Lok wurde mit einer Auktion auf ebay erworben - die Bezeichnung war "Neu". Nach dem Öffnen der Verpackung war jedoch schnell klar, dass der Zustand alles andere als alles andere als neu zu bezeichnen war. Gleich nach dem Öffnen der Verpackung kam uns eine lose Schraube entgegen welche wir auf Anhieb nicht zuordnen konnten, es waren deutliche Laufspuren und Ölflecken zu sehen, und auch bei der Testfahrt zeigte sich sehr schlechtes Fahrverhalten.

Da es sich um einen Kommissionsverkauf eines gewerblichen Verkäufers handelte gab es ein 14tägiges Rückgaberecht von dem wir Gebrauch machen wollten. Der Verkäufer machte uns ein Angebot um eine Rückgabeprozedur zu vermeiden welche wir nach Bedenkzeit ablehnten. Daraufhin gab es jedoch ein zweites Angebot welches den ursprünglichen Kaufpreis fast halbierte - dieses Angebot wurde dann schließlich angenommen.

Doch um welche Lokomotive handelt es sich eigentlich?

Die Museumslok E 95 der Deutschen Reichsbahn wurde im BRAWA Neuheitenkatalog 2015 auf Seite 12 als Artikel 43152 vorgestellt [1]. Wie bei BRAWA üblich handelt es sich hierbei um ein hochwertiges und optisch sehr filigranes Modell. Auch technisch ist die Lok mit 2 Motoren und Digital-Schnittstelle auf dem neuesten Stand und somit auch ein tolles Sammlermodell [2]: Eine Instandsetzung sollte sich also auf alle Fälle auszahlen.

Nun wollen wir uns erst einmal ansehen welche Probleme wir uns da eingekauft haben und wie wir sie am besten beheben können.

Diagnose

Ein Grund, warum wir uns dafür entschieden hatten, die Lok trotz der offensichtlichen Probleme zu behalten war die Tatsache, dass sie optisch fast neuwertig war. Optische Defizite bekommt man ohne teure Ersatzteile üblicherweise kaum korrigiert - technische Defizite jedoch kann man oft in den Griff bekommen wenn man sich zutraut, Hand an solch teure Modelle anzulegen. Außerdem gab es einen weiteren, nicht zu unterschätzenden Vorteil: Die umfangreiche Original-Anleitung war nämlich auch dabei.

Das erste Problem konnten wir glücklicherweise sofort zuordnen: Die lose Schraube in der Packung war dafür da, das Gehäuse einer Doppellok-Hälfte am Rahmen festzuschrauben.

Die beiden Doppellok-Hälften bekommt man übrigens mit etwas Geschick auseinander indem man die beidseitigen Rastnasen der Kupplung beispielsweise mit Cuttern gleichzeitig auseinanderdrückt.

Die erste Testfahrt zeigte sehr schlechtes Fahrverhalten. Neben Schnarr- und Quietschgeräuschen fuhr die Lok auch sehr unregelmäßig, was auf ein Problem mit der Motorschmierung hindeuten könnte [3]. Zumindest der beidseitige Lichtwechsel funktionierte jedoch einwandfrei.

Die Doppellok benötigt im Digitalbetrieb nur einen Decoder. Wenn man also beide Lokhälften auf die Schienen stellt fährt die Hälfte ohne Digitalschnittstelle nicht - obwohl sie ebenfalls einen Motor eingebaut hat. Dies hängt höchstwahrscheinlich damit zusammen, dass Probleme mit Synchronisation, Stromabnahme, etc. vermieden werden sollen. Die beiden Hälften müssen sich also in gekoppeltem Zustand befinden, um synchron und harmonisch fahren zu können. Die Datenübertragung findet dann durch Kabel direkt durch die Kupplung statt.

Die Doppellok-Hälfte mit der digitalen Schnittstelle fährt übrigens auch autonom - zeigt dabei jedoch die selben Probleme im Fahrverhalten wie im gekoppelten Zustand [4].

Ersatzteile

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Reinigung

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Reparatur

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Wartung und Instandhaltung

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